Evangelist A. Hager begrüßte die Anwesenden mit den Worten: „Das Gotteshaus ist offen für jeden. Jeder ist willkommen, jeder darf sich hier wohlfühlen. Gott ist immer dabei, er lädt uns zum Gottesdienst ein.“ Mit dem Lied „Jesus, bleib in meinem Leben Weggefährte, bester Freund“, führte der Chor auf die besondere Programmatik des Gottesdienstes hin. Die Konfirmandinnen hätten sich lange auf diesen Tag vorbereitet, so der Gemeindevorsteher. Die Konfirmation bewirke etwas Gutes. Manche kämen mit dem Anspruch, die ganze Welt retten zu wollen. Wir wollen die Welt ein kleines bisschen besser machen.
Das Wort, das der Stammapostel den Konfirmanden gegeben hat, sei eine Lebensempfehlung, ein Motto für uns alle. Wir sollen nicht verheimlichen, dass wir Christen sind. Wir können mit unseren Mitmenschen reden und bekennen, dass wir an Gott glauben und auf ihn vertrauen. Auch von den Erfahrungen, die wir mit ihm gemacht haben, kann berichtet werden.
Wenn Konfirmanden vor den Altar treten und ihr Gelübde ablegen, sei das auch ein Bekenntnis. „Was wir Gott versprechen, ist ein Liebesbekenntnis. Wir sagen ‚Ja‘ zu Gott und ‚Nein‘ zum Bösen.“ Wir suchen die Verbindung zu Gott im Gebet und lassen uns von ihm beraten. Liebe mag immer das verbindende Element sein, bei allem, was wir sagen und tun.
Priester A. Seidel ergänzte in seiner Co-Predigt, es sei Übungssache, das Wesen Jesu zu leben und zu entfalten, sich auf die Prioritäten zu konzentrieren und das Gute wachsen zu lassen. Im weiteren Verlauf des Gottesdienstes wurde der Konfirmandenbrief des Stammapostels verlesen. „Gott vertraut euch die schönste aller Aufgaben an, ein Jünger Christi zu sein“, lautete einer der Kerngedanken des Kirchenleiters. Dann traten Sarah-Sophia und Hermine vor die Gemeinde.
„Die vielen Gäste wollen heute Zeuge sein, wenn ihr ein Bekenntnis ablegt und euer Gelübde sprecht“, erklärte Evangelist Hager in seiner Ansprache. „Als religionsmündige Christen entscheidet ihr euch nun bewusst für Jesus Christus. Euer ‚Ja‘ soll eine Liebesbezeugung sein gegenüber dem lebendigen Gott. Wir sind nicht perfekt; Gott ist immer gnädig mit uns. Wir wollen unser Versprechen ernst nehmen und ihm treu bleiben.“ Gott schenke auch die Kraft, das gegebene Versprechen zu halten. Nach dem feierlichen Gelöbnis der beiden Konfirmandinnen spendete der Gemeindevorsteher unter Gebet und Handauflegung den Konfirmationssegen.
Ein weiterer Aspekt des Gottesdienstes bestand darin, dass an diesem Tag auch das Fest „Christi Himmelfahrt“ begangen wurde. 40 Tage nach Ostern war Jesus Christus sichtbar in den Himmel aufgefahren. Das entsprechende Geschehen wurde mittels einer Bibellesung aus Markus 16, 14–19 vertieft. Die vielfältigen musikalischen Beiträge, von Chorliedern über Instrumentalmusik bis Sologesang, gaben der Feststunde einen besonders feierlichen Rahmen.
Neuapostolische Kirche